Von Aquaplaning bis Zusatzscheinwerfer: So kommt ihr sicher durch den Herbst

Und plötzlich ist er da – der Herbst. Und mit ihm das wechselhafte Herbstwetter, welches mit Regen, Nebel und Glätte das eine oder andere Risiko birgt. Wie ihr diese vermeiden könnt und ab wann eine Straße eigentlich als nass gilt, haben wir für euch im Folgenden zusammengestellt.

Wann ist die Straße nass?

bei-nasse2

Es nieselt. Man fährt aus der Ortschaft auf die Landstraße und beschleunigt auf 100 km/h, doch dann ein Schild: 50 km/h bei Nässe. Was nun? Gilt die Fahrbahn bereits als nass? Tatsächlich bietet die StVO keine klare Definition von Nässe. Allerdings entschied der Bundesgerichtshof bereits 1977 in einem Präzedenzfall, dass eine Fahrbahn als „nass“ gilt, wenn sie insgesamt mit einem Wasserfilm überzogen ist (Az.: 4 StR 560/77). Nur dann gilt auch das Tempolimit.

Anders verhält es sich mit Schildern auf denen eine Schneeflocke abgebildet ist ❄️. Hier gilt das Tempolimit immer, selbst bei 30° Celsius und Sonnenschein. Das zusätzliche Zeichen ist als Hinweis auf den Grund der Geschwindigkeitsbegrenzung zu verstehen, vergleichbar mit Verkehrszeichen, welche auf Krötenwanderungen oder Straßenglätte hinweisen.

Ist es außer Frage, ob die Fahrbahn gerade nass ist, weil es aus Strömen regnet, kann es schnell zum berüchtigten Aquaplaning kommen. Hierbei verlieren die Reifen ihre Haftung auf der Fahrbahn, durch angestautes Wasser zwischen Reifenaufstandsfläche und Straße. Der ADAC rät, den Motor auszukuppeln und weder zu lenken noch zu bremsen sobald die Reifen aufschwimmen. Zudem sollte eine Profiltiefe von 3,5 mm nicht unterschritten werden.

Das richtige Licht

Es ist alles eine Frage der richtigen Beleuchtung, denn gerade im Herbst wird die Sicht oft getrübt. Die bayrische Polizei mahnt, dass das Tagfahrlicht meist zu wenig sei, zumal dieses nur vorne ist. Um bei schlechter Sicht für den Hintermann gut erkennbar zu sein , sollte das reguläre Abblendlicht verwendet werden – dies ist sogar gesetzlich vorgegeben. Die Nebelschlussleuchten sollten allerdings erst bei einer Sichtweite von unter 50m eingeschaltet werden. Die Sichtweite erkennt man an den Leitpfosten, welche in Deutschland im Abstand von 50m am Straßenrand stehen. Um sicher zu gehen, dass alle Scheinwerfer funktionieren, macht es Sinn den kostenlosen Licht-Test wahrzunehmen, der jährlich im Oktober von Werkstätten angeboten wird.

busgeld-herbst© Bayerische Polizei

Das wilde Wild

Auch Wildschäden treten im Herbst vermehrt auf. Fraglich ist nur, wer in diesen Fällen haftet. Teilkaskoversicherungen decken Zusammenstöße mit Haarwild (z.B. Rehe, Füchse, Hasen) ab, ob Federwild oder gar Haustiere auch abgedeckt werden hängt individuell von der Versicherung ab. Sollte nicht nachweisbar sein, dass der Schaden direkt durch Wild oder indirekt durch ein Ausweichmanöver entstanden ist, so hilft nur eine Vollkaskoversicherung weiter. Eine Inanspruchnahme würde dann allerdings mit einer Rückstufung einhergehen.

Egal ob ein Hase oder eine Regenwolke Euren Weg kreuzen – wir wünschen weiterhin sichere Fahrt und auch den ein oder anderen goldenen Herbsttag! 🍂☀️🍁

 

 


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